Anzeige: Pilot Pen FriXion Colors – Change the End of the Story

Hallo zusammen! Kennt ihr schon die neuen PILOT Pen FriXion Colors? Bei diesen Stiften handelt es sich um Farbfilzstifte, die sich ganz einfach wegradieren lassen. Es gibt die Stifte ab sofort einzeln, aber auch im 6er- oder 12er-Pack zu kaufen.

PILOT Pen FriXion Colors
PILOT Pen FriXion Colors

Jeden Tag treffen wir eine Vielzahl an Entscheidungen. Leider lassen diese sich oftmals nicht so leicht rückgängig machen wie ein Strich, den man mit den PILOT Pen FriXion Colors gezogen hat. PILOT Pen hat eine Aktion ins Leben gerufen, bei der ihr über den Ausgang einer Story entscheiden und dabei tolle Preise gewinnen könnt.

Alle weiteren Informationen zu dem Gewinnspiel findet ihr unter pilot-deine-story.de.

In diesem Blogpost möchte ich euch in Kooperation mit PILOT Pen von einer der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens erzählen.

Mein Lehramtsstudium – habe ich es bereut?

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Wer mir in den sozialen Medien folgt, wird vermutlich schon mitbekommen haben, dass ich im Sommer mein Lehramtsstudium abgeschlossen habe. Bis dahin war es ein wirklich steiniger Weg und nicht selten habe ich mir gewünscht, meine Entscheidung für dieses Studium rückgängig machen zu können. Nicht, weil mich der Beruf des Lehrers nicht mehr reizte – in den Praxisphasen bestätigte sich zum Glück, dass Lehrersein genau mein Ding war – sondern weil das Studium einfach ganz anders war, als ich es mir vorgestellt hatte. Sowohl die Art zu arbeiten als auch die Inhalte sagten mir nicht bzw. nur teilweise zu. Statt selbstbestimmtem und -organisiertem Arbeiten fand ich Anwesenheitspflichten vor, die mich in meiner Freiheit beschnitten und aus denen sich ergab, dass ich an manchen Tagen durchgehend von 9 bis 19.15 Uhr Pflichtveranstaltungen hatte. Seminare konnte ich selten nach Interesse wählen, vor allem nicht im Fach Erziehungswissenschaft. Dort konnte man froh sein, wenn von 20 Bewerbungen auf einen Seminarplatz überhaupt eine erfolgreich war. Entsprechend fand man sich in Seminaren voller demotivierter Studenten wieder, die das Seminar nicht aus Interesse am Thema gewählt hatten, sondern nur des Scheins wegen ihre Zeit absaßen. Am meisten habe ich das Studium aber natürlich während der finalen Prüfungsphase verflucht. Da ich zu denjenigen gehöre, die noch das erste Staatsexamen gemacht haben, war keine der Leistungen, die ich während des Studiums erbracht habe, endnotenrelevant. Endnotenrelevant waren lediglich die acht schriftlichen Examensprüfungen sowie die schriftliche Hausarbeit (umgangssprachlich als Staatsarbeit bezeichnet), die sich in meinem Fall über anderthalb Jahre erstreckten. Das hieß, dass ich über anderthalb Jahre fast ununterbrochen für meine Examensprüfungen gelernt habe – und mir aufgrund der Noteninflation an deutschen Universitäten und dem ausstehenden zweiten Staatsexamen jetzt nicht einmal sicher sein kann, ob sich der ganze Stress insofern gelohnt hat, als ich nach abgeschlossenen zweiten Staatsexamen eine Planstelle bekomme oder ob ich mich nach dem Referendariat erstmal auf unbefristete Zeit von Vertretungsstelle zu Vertretungsstelle hangeln muss …

PILOT Pen FriXion Colors

Ich weiß daher wirklich nicht, ob ich mich nochmal für ein Lehramtsstudium oder ein Studium generell entscheiden würde, wenn ich nochmal vor der Wahl stünde. Damals, als ich das Abitur in der Tasche hatte, war für mich klar, dass ich auf jeden Fall studieren wollte – eine Ausbildung kam für mich überhaupt nicht in Frage! Heute sehe ich das vollkommen anders und lege jedem jungen Menschen nahe, genaustens zu überlegen, ob er oder sie eher der Typ für ein Studium oder eine Ausbildung ist. Denn auch wenn man mit dem Abitur die Hochschulzugangsberechtigung erwirbt, bedeutet dies noch lange nicht, dass man auch für ein Hochschulstudium geeignet ist. Auch ist eine Ausbildung nicht schlechter oder minderwertig im Vergleich zu einem Studium, sondern einfach etwas vollkommen anderes.

Zu den eingangs angesprochenen Negativfaktoren kam noch hinzu, dass ich das Studium möglichst schnell durchziehen wollte, um finanziell unabhängig zu sein. Vor allem in den letzten anderthalb Jahren habe ich richtig Gas gegeben, zuletzt habe ich z.B. in drei Monaten meine Abschlussarbeit geschrieben und parallel noch drei Examensprüfungen gemacht. Mal eine Woche komplett ausspannen oder gar in Urlaub fahren war bei mir daher in den letzten anderthalb Jahren nicht drin. Das hat mich auf Dauer so zermürbt, dass ich das Gefühl habe, alleine in den letzten anderthalb Jahren um gefühlte 5-10 Jahre gealtert zu sein. Heute bin ich natürlich froh, den Abschluss in der Tasche zu haben, trotzdem ärgere ich mich darüber, mich jahrelang selbst so gequält und unter Druck gesetzt zu haben – hätte ich ein oder zwei Semester länger studiert, wäre es sicher auch kein Beinbruch gewesen …

Kommt euch meine Situation bekannt vor oder wart ihr vielleicht sogar schon mal in einer ganz ähnlichen Situation? Standet ihr auch schon mal vor einer wichtigen Entscheidung?

Ich freue mich, wenn du mir deine Story in den Kommentaren erzählst!

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3 thoughts on “Anzeige: Pilot Pen FriXion Colors – Change the End of the Story”

  • Sehr interessant auch mal so etwas von dir zu lesen! Lehramtstudium ist auch echt nochmal was für sich, ich sehe es am Bruder meines Freundes. Es ist so heftig, was er bisher alles machen musste und wieviel Druck man da ausgesetzt ist. Schlimm ist vor allem, dass seine Freundin auch das gleiche macht, aber jetzt im September mussten sie beide nach dem Referendariat eine Stelle bekommen… möglichst nicht zu weit voneinander entfernt, weil sie zusammen wohnen wollten und dieses komische Einstellungsverfahren in BaWü bei den Lehrern ist wirklich bescheuert. Hut ab, dass du das durchgezogen hast, ich hätte das nie gekonnt. Da bin ich in meinem ziemlich entspannten „normalem“ Bachelor/Master-System echt glücklich.
    Bei mir war es so, dass ich nach der Grundschule unbedingt auf die Realschule wollte – aufgrund meiner damaligen „Freunde“. Meine Lehrerin war komplett außer sich, weil ich unbedingt auf das Gymnasium sollte, aber ich wollte ja auf die Realschule. War wohl eine der blödesten Entscheidungen meines Lebens, vielleicht. Ich weiß nicht. Ich hatte auf jeden Fall eine einfache Zeit dort. Hatte dann einen 1er-Abschluss und bin danach auf ein Gymnasium gegangen und dort auch einen 1er-Abschluss gemacht. Bin auf diesem Wege dem G8-System entkommen und hatte so auch die Chance auf meine Oberstufen-Biolehrerin zu treffen. Ohne sie wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen Bio zu studieren. Wollte immer „irgendwas mit Medien“ machen, haha. Dank ihr habe ich gemerkt, dass ich auf diesem naturwissenschaftlichen Gebiet ziemlich talentiert bin und somit war es dann nach dem Abi glasklar, dass es ein Biostudium wird. Habe das bis heute auch nie bereut und fange nächste Woche meinen Master an. Also vielleicht war die Entscheiung meines 9-jährigen Ichs, die wohl ziemlich naiv klingt, doch gar nicht so schlecht. Glaube also nicht, dass ich in der Hinsicht je etwas anders machen würde. 🙂

    Liebste Grüße

  • Ich würde mich heute auch nicht mehr für meinen Studiengang entscheiden. Ich wollte nach dem Abi auch unbedingt studieren und war am Anfang noch sehr angetan aber nach dem Vordiplom hat es mir erstmal kein Spaß gemacht. Erst wieder wo ich fast feritg war.So ab den 8-13 Semster hatte ich richtig Lust. Ok eher 11 den die beiden anderen gingen ja für die Prüfungen und die Diplomarbeit drauf. Vor allem finde ich man muss viele Studiengänge entstauben und viel mehr Praxis einbauen. Wärend der Orientierungswoche sagte man uns noch, dass man mit dem Studiengang in jedem pädagogischen Bereich arbeiten kann. Heute weiß ich das es nicht so ist. Gerade weil viele den Bereich kaum kenne und die beruflichen inhalten kaum mehr mit dem Inhalten im Studium zutun haben. Im ganzen Studien sind 16 Wochen Praktikum echt viel zu wenig.
    Aber ich finde das es sich an der Uni sehr verändert hat.Habe das noch wärend mein Studium bemerkt als auf Bachlor umgestelllt worden ist. Die Seminare wurden super voll und ich habe mich nur noch wie in der Schule gefühlt.
    LG

  • Hallo Stephie!

    Ich finde mich in deiner Beschreibung des Studiums (leider) sehr wieder. Auch ich habe aus finanziellen (und privaten) Gründen geschaut, dass ich alles möglichst schnell unter Dach und Fach habe.

    Hätte ich allerdings zu Beginn meines Studiums die richtige Info gehabt (nämlich, dass mein Zweitfach Italienisch überhaupt gar nicht so gefragt sein würde), hätte ich definitiv nicht studiert – oder zumindest nicht Lehramt.

    Heute, im 4. Jahr nach dem Ref, an der 4. Schule, mit einem weiteren Jahresvertrag und unmöglichen Bedingungen (1 Stunde Pendeln, schlechte Bezahlung, 0 Sicherheit), denke ich wieder immer öfter darüber nach, welche Ausbildung ich stattdessen hätte anfangen können. Und zwar schon viel früher. Und welche Möglichkeiten ich dann zum heutigen Zeitpunkt hätte…

    Leider lässt sich auch mit den hübschesten Frixion-Pens die eigene Lebensgeschichte nicht radieren und neu schreiben, aber auch so kann man sich ja noch für einen anderen (besseren?) Weg entscheiden, hoffe ich.

    Liebe Grüße und alles Gute für die Zukunft

    Nathalie

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