Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste

Hallo zusammen! Bei Gesichtsbürsten scheiden sich die Geister: Für die einen sind sie das Wundermittel gegen ein unruhiges Hautbild, für die anderen sind sie bloß unnötige Irritation, die es zu vermeiden gilt. Als ich Anfang Mai die Möglichkeit erhielt, die Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste** kosten- und bedingungslos zu testen, nahm ich dankend an, denn wie ihr wisst, gehe ich Hautpflege-Hypes ja nur zu gerne auf den Grund.

Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste
Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste

(Elektrische) Gesichtsreinigungsbürsten – mit Bedacht verwenden!

Gesichtsreinigungsbürsten werden zurecht von vielen kritischen gesehen. Gesichtsreinigungsbürsten reinigen und exfolieren mechanisch; die Haut wird also in jedem Fall mechanisch irritiert. Die Frage, die man sich dann stellen muss, lautet: Wie stark wird die Haut mechanisch irritiert und in welchem Verhältnis steht dies zu den erwartbaren Benefits, die man durch die Reinigung mit der Gesichtsreingungsbürste erhält?

Bei manuellen Gesichtsreinigungsbürsten wie z.B. der ebelin Gesichtsmassagebürste sage ich ganz klar: Finger weg! Bei manuellen Gesichtsreinigungsbürsten ist die mechanische Irritation am stärksten. Man neigt, noch eher als bei elektrischen Gesichtsreinigungsbürsten, dazu, zu stark aufzudrücken und zu rubbeln und fügt der Haut daher Schäden zu, welche in keinem Verhältnis zum Nutzen der Anwendung stehen.

Bei den elektrischen Gesichtsreinigungsbürsten scheiden sich, wie eingangs erwähnt, die Geister. Hier muss man nochmal zwischen Gesichtsreinigungsbürsten mit rotierendem Bürstenkopf, wie z.B. der Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste oder Olaz Regenerist Gesichtsreinigungsbürste und Gesichtsreinigungsbürsten mit Ultraschall, wie z.B. der Clarisonic Mia 2 unterschieden werden. Gesichtsreinigungsbürsten mit Ultraschall sind eindeutig die mildere und daher für mich attraktivere Wahl. Aber auch die die Gesichtsreinigungsbürsten mit rotierendem Bürstenkopf können, sofern mit Bedacht eingesetzt (!), ein sinnvoller Bestandteil der Hautpflegeroutine sein.

Doch was genau heißt “mit Bedacht eingesetzt”? Hört auf eure Haut! Philips empfiehlt z.B., die VisaPure (bis zu) zweimal täglich zu verwenden, was natürlich völlig übertrieben ist. Selbst die unempfindlichste Haut sollte nicht zweimal täglich mechanisch gepeelt werden! Bei den meisten wird es völlig ausreichen, die VisaPure 3-4x pro Woche anzuwenden, also alle zwei Tage. Wenn ihr Anzeichen von Irritation oder “Over-Exfoliation” (zu viel Peeling) bemerkt – die Haut sieht dann wie poliert aus und spannt – schraubt die Anwendungshäufigkeit unbedingt herunter! Eine Erstverschlimmerung ist nämlich anders als bei chemischen Peelings nicht zu erwarten!

Ebenfalls kritisch sehe ich, dass viele Hersteller von Gesichtsreinigungsbürsten Double Cleansing empfehlen. Das Make-up soll zunächst manuell mit einem Cleanser entfernt werden, erst dann soll die Gesichtsreinigungsbürste – mit oder ohne Cleanser – zum Einsatz kommen. Ich bin ja, wie ihr wisst, aus guten Gründen kein Fan von Double Cleansing und es gibt nichts, was dagegenspricht, Abschminken und Reinigen auch mit Bürste in nur einem Schritt durchzuführen.


Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste – Herstellerversprechen

Die von mir getestete Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste verspricht:

  • porentiefe Reinigung der Haut
  • entfernt sanft abgestorbene Hautschüppchen
  • verfeinert sichtbar das Hautbild
  • verringert Hautunreinheiten
  • regt die Durchblutung der Haut an
  • lässt Pflegeprodukte schneller einziehen

Die VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste** verspricht also all das zu können, was auch ein lipophiles chemischen Peeling (z.B. BHA-Peeling) kann. Bei dem Punkt “porentiefe Reinigung der Haut” bin ich etwas skeptisch; dass die Bürste nur durch die Rotation bzw. Vibration den Schmutz aus der Pore holt, wie ein chemisches Peeling es kann, halte ich für unwahrscheinlich. Ich habe die Bürste daher zunächst alle zwei Tage, später einmal wöchentlich als Vorbereitung auf mein tägliches BHA-Peeling verwendet.

Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste
Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste – Lieferumfang

Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste – Anwendung

Kommen wir nun endlich zu meinen konkreten Erfahrungen mit der VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste.

Ich durfte das türkisfarbene Exemplar mit zwei Geschwindigkeitsstufen mit dem Bürstenkopf für unreine Haut testen. Das türkisfarbene Exemplar kostet aktuell rund 140€, darüber hinaus gibt es noch ein preisgünstigeres Exemplar mit nur einer Geschwindigkeitsstufe für rund 100€.

Neben dem Gerät selbst waren der Bürstenkopf für unreine Haut mit Schutzkappe, die Ladestation inkl. Adapter sowie eine silberne Aufbewahrungstasche (für unterwegs) im Lieferumfang enthalten. Wie man es von einem Gerät dieser Preisklasse erwarten kann, sind Optik und Verarbeitung absolut top. Lediglich die Ladestation finde ich etwas friemelig und weniger gut verarbeitet. Der Kunststoff, aus dem die Ladestation gefertigt ist, scheint mir leider weniger hochwertig; einen Sturz würde die Ladestation unter Umständen nicht unbeschadet überleben. Gut finde ich, dass die Bürste kopfüber in der Ladestation steht, da überschüssiges Wasser so ganz einfach abtropfen kann und sich nicht um dem Bürstekopf herum sammelt.

Zur Anwendung: In der Regel verteile ich meinen Reiniger, aktuell z.B. das L’Oréal Öl Richesse sanftes Reinigungsöl auf dem trockenen Gesicht und gehe dann mit der angefeuchtete Gesichtsreinigungsbürste mit möglichst wenig Druck über mein Gesicht. Das kitzelt ein wenig, ist aber keinesfalls unangenehm! Was ich sehr praktisch und gut durchdacht finde: Die VisaPure Essential hat einen eingebauten Timer. Alle 20 Sekunden hört die Bürste kurz auf zu rotieren, was einem anzeigt, dass man zur Reinigung der nächsten Gesichtspartie übergehen sollte. Dabei sollte man folgendermaßen vorgehen: Erst reinigt man die rechte Wange, dann die linke Wange (oder umgekehrt 🙂 ) und schließlich die T-Zone. Auch Hals- und Dekolleté lassen sich in drei Zonen einteilen. Durch den Timer wird man daran erinnert, die Haut nicht zu stark zu reinigen bzw. exfolieren, was bei mir sehr gut funktioniert. Abschließend spüle ich das Gesicht noch mit Wasser ab.

In Kombination mit einem Reiniger entfernt die VisaPure Essential Make-up, Sonnenschutz und Schmutz in einem Schritt – rückstandlos. Nach dem Reinigen spannt die Haut nicht, ich nehme keine Anzeichen von Irritation wahr.

Zur Akkulaufzeit kann ich nicht viel sagen, da ich die Bürste ja immer in der Ladestation aufbewahre und sie somit nach jeder Anwendung neu aufgeladen wird.

Die Reinigung ist einfach. Ich spüle den Bürstenkopf einfach unter lauwarmem Wasser ab, gelegentlich nehme ich etwas milde Waschlotion hinzu. Alle 3 Monate sollte der Bürstenkopf gewechselt werden, was leider ziemlich kostspielig ist, zumal die Bürstenköpfe je nach Art und Kaufort bis zu 16,99€ kosten.

Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste
Philips VisaPure Essentials Gesichtsreinigungsbürste – Bürstenkopf für unreine Haut

Bessere Haut dank der Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste?

Nachdem ich die Bürste einen Hautzyklus (28 Tage) lang getestet habe, möchte ich euch natürlich die Frage aller Fragen beantworten: Hat sich durch die Anwendung der Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste mein Hautbild verbessert?

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich keine deutlichen Verbesserungen beobachten konnte – eher im Gegenteil 🙁 . Anfangs benutzte ich die Bürste täglich, daraufhin bekam ich kurze Zeit später kleine weiße Pickelchen, die ganz typisch für “überpeelte” Haut sind. Ich schraubte also die Anwendungshäufigkeit runter und nutzte die Bürste nur noch zweimal wöchentlich. Dies ging einige Tage gut, bis ich wieder Pickel bekam, diesmal größere, teilweise zystische Pickel, außerdem schuppte sich die Haut um den Mund herum. Schließlich verwendete ich die Bürste nur noch einmal wöchentlich, was meine Haut dann endlich tolerierte. Trockenheit und Pickel verschwanden und mein Hautzustand normalisierte sich wieder, eine Verbesserung im Vergleich zum Hautzustand vor der allerersten Anwendung der Bürste konnte ich jedoch nicht feststellen. Vielleicht habe ich durch meine chemischen Peelings bereits das Optimum aus meiner Haut herausgeholt, vielleicht sind Gesichtsreinigungsbürsten auch einfach nichts für meine empfindliche Mischhaut … Ich weiß es nicht! Da es keinen sichtbaren Unterschied macht, ob ich die Bürste einmal wöchentlich anwende oder nicht, ist sie in meiner Hautpflegeroutine leider überflüssig.


Fazit

Die Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste** ist an sich kein schlechtes Gerät, wenngleich sie für meine empfindliche Mischhaut ungeeignet zu sein scheint. Verwende ich sich mehrmals pro Woche, reagiert meine Haut mit Pickeln und Trockenheit; verwende ich sie einmal pro Woche, nehme ich keine Verbesserung des Hautbilds wahr.

Leider findet man zu der Philips Gesichtsreinigungsbürste nur wenige fundierte Erfahrungsberichte im Netz, aber ich gehe davon aus, dass es sich ähnlich wie bei der Clarisonic Mia 2** verhält: Bei dem einen wirkt sie Wunder, indem sie Akne und andere Hautprobleme verschwinden lässt, bei dem anderen macht sie wenig bis gar nichts. Eine Alternative zu chemischen Peelings sind elektrische Gesichtsreinigungsbürsten für mich generell nicht. Elektrische Gesichtsreinigungsbürsten haben zwar den Vorteil, dass das Problem eventueller Inhaltsstoffunverträglichkeiten nicht besteht, ich bezweifle jedoch, dass Gesichtsreinigungsbürste das Innere der Pore zu reinigen vermögen, darüber hinaus sind chemische Peelings definitiv die mildere Option.

An dem Gerät an sich habe ich wenig auszusetzen: Optik und Verarbeitung sind – abgesehen von der Ladestation, die etwas friemelig ist – absolut top. Gut durchdacht ist auch der eingebaute Timer. Dies erinnert die Anwenderin bzw. den Anwender immer wieder daran, es mit der Anwendung der Bürste nicht zu übertreiben. Ein Kritikpunkt ist für mich noch der relativ hohe Preis für die Ersatzbürsten.

Würde ich das Gerät nun empfehlen oder nicht? Wenngleich die Clarisonic Mia 2 aufgrund der milderen Reinigung durch Ultraschall mein Favorit unter den hochpreisigen elektrischen Gesichtsreinigungsbürsten ist, ist die Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste aufgrund der 60 Tage Geld-zurück Garantie von Philips durchaus einen Blick wert. Solltet ihr wie ich innerhalb von 60 Tagen nach Kauf des Produkts feststellen, dass elektrische Gesichtsreinigungsbürsten nichts für eure Haut sind, könnt ihr nämlich die Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste zurückgeben und erhaltet den vollen Kaufpreis erstattet.

Einen ausführlichen Bericht zur preisgünstigeren blauen Variante der VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste findet ihr bei blog.jahlove.de.

Für alle, die noch nach dem perfekten Gesichtsreinigungstool suchen: Nachdem ich meinen Test der Philips VisaPure hiermit abgeschlossen habe, warten noch zwei weitere elektrische Gesichtsreinigungstools darauf, von mir auf Herz und Nieren getestet zu werden. Habt ihr eine Idee, um welche Tools es sich handeln könnte?

Verwendet ihr eine (elektrische) Gesichtsreinigungsbürste?


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2 Kommentare bei „Philips VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste“

  1. Ja bei den ganzen Bürsten schneiden sich wirklich die Geister.Ich habe mir nach langen überlegen letztes Jahr die Clarisonic Mia 2 gekauft.Habe dafür wirklich eine Menge gelesen nicht nur zu der Mia auch zu anderen.Schlussendlich habe ich mich für sie entschieden.Eine Wunderwaffe ist sie nicht aber meiner Haut hilft sie schon.Da fällt mir ein mein Post nach ein Jahr mit der muss ich noch tippen.
    Zwei mal täglich finde ich jetzt auch ziemlich viel.Benutze die Mia zur Zeit alle zwei Tage.
    LG

    1. Die Mia finde ich von allen Bürsten am besten, da sie am sanftesten ist 🙂 LG

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